Fundstrat sagte, dass steigende langfristige Realrenditen schließlich dazu beitragen könnten, Bitcoin aus seiner ungewöhnlich ruhigen Handelsspanne zu befreien, während Tom Lee sinkende Ölpreise als Hintergrund für Risikoanlagen anführte.
- Fundstrat stellte fest, dass die 30-Tage-Volatilität von Bitcoin auf historischen Tiefständen liegt, ein Szenario, das historisch gesehen 30%-Bewegungen in den nächsten zwei Monaten vorausging.
- Der Head of Online Assets Strategy sagte, dass die mediane 60-Tage-Bewegung in früheren Perioden mit geringer Volatilität etwas über 30% lag, obwohl das Signal keine klare Richtung vorgibt.
- Bitcoin stieg am Montag um mehr als 2%, und Fundstrat sagte, dass ein Großteil der Rallye durch Händler getrieben wurde, die bärische Positionen auflösten, und nicht der Beginn eines nachhaltigen Aufwärtstrends war.
Bitcoin (BTC) mag in den letzten Wochen ruhig gewesen sein, aber diese Ruhe könnte die Bühne für eine viel größere Bewegung bereiten. Laut Fundstrat liegt die 30-Tage-Volatilität der Kryptowährung nahe historischer Tiefststände, ein Szenario, auf das historisch gesehen ein Anstieg von 30% in den nächsten zwei Monaten folgte.
Die Preisbewegungen von Bitcoin in den letzten 30 Tagen gehörten zu den geringsten seit Beginn der Aufzeichnungen, sagte Fundstrats Head of Digital Asset Strategy Sean Farrell berichten zufolge in einer Mitteilung an CNBC am Montag und fügte hinzu, dass historisch gesehen viel größere Bewegungen auf solche Ruhephasen folgten.
"Das typische Ausmaß historischer Bewegungen ist bemerkenswert. Betrachtet man frühere Beobachtungen, so lag die mediane absolute Bewegung über die folgenden 60 Tage bei etwa 30%", sagte Farrell.
Doch das historische Signal zeigt keine klare Richtungstendenz. Bei den acht Episoden, die Fundstrat zuvor identifizierte, lag die mediane absolute Bewegung über die nächsten 60 Tage bei knapp über 30%, wobei die Hälfte höher und die Hälfte niedriger ausfiel.
Montags-Erholung durch Eindeckung von Short-Positionen getrieben
Bitcoin legte am Montag um mehr als 2% zu, nachdem er in den letzten Sitzungen hinter anderen Kryptowährungen zurückgeblieben war, obwohl er laut Fundstrat im bisherigen Jahresverlauf fast 27% im Minus blieb.
Ein Großteil des Anstiegs resultierte aus der Schließung bärischer Positionen durch Händler, so Farrell, wobei das in Coins denominierte Open Interest bei Perpetual Futures um etwa 8% sank, während die Preise stiegen, was zeigt, dass Händler beträchtliche bärische Positionen auflösten.
Er warnte davor, die Erholung mit dem Beginn einer langen Rallye zu verwechseln. Ähnliche Zyklen von Eindeckungen von Short-Positionen Anfang Juni und Anfang Juli ließen die Preise zunächst steigen, bevor die Gewinne schließlich verpufften, obwohl Farrell die jüngste Kursentwicklung als konstruktiv bezeichnete.
Der nächste Katalysator: Realrenditen
Der Anleihenmarkt könnte Bitcoin dazu veranlassen, aus seiner ungewöhnlich ruhigen Handelsspanne auszubrechen, so Farrell. Er sagte, steigende langfristige Realrenditen seien ein Risiko für Kryptowährungen und andere Risikoanlagen und merkte an, dass anhaltend höhere Renditen schließlich die Phase geringer Volatilität bei Bitcoin beenden könnten.
Fundstrat-Mitbegründer Tom Lee, der am Montag separat auf CNBC sprach, sagte, dass die Spanne der 10-jährigen Renditen ungewöhnlich eng geblieben sei, und wies auf sinkende Ölpreise als unterstützenden Faktor für den breiteren Markt hin. Eine stabile Spanne der 10-jährigen Renditen könnte einen unterstützenden Hintergrund für Bitcoin bieten, indem sie den Druck durch steigende Kreditkosten und Finanzierungsbedingungen verringert, insbesondere wenn die Ölpreise weiter nachgeben.
Bitcoin-Sentiment bleibt bärisch
Der Bitcoin-Preis handelte in den letzten 24 Stunden über 1% höher. Auf Stocktwits blieb die Stimmung der Privatanleger gegenüber BTC im „bärischen“ Bereich, während die Gespräche darüber am vergangenen Tag auf „normalem“ Niveau blieben.
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